Kohlensäurebad
Bad mit Quellwasser aus tiefen kohlehaltigen Schichten der Erde kommend, wodurch es
gasförmiges CO2 aufgenommen hat.
CO2-Bäder werden mit niedrigen Wassertemperaturen (32-35 Grad) verabreicht, weil bei
wärmerem Wasser zu viel Kohlensäure entweicht.
Wichtig: Im CO2-Bad soll der Patient still liegen (keine Bewegung), damit sich die
Gasbläschen auf der Haut absetzen können.
In der Haut erweitert die Kohlensäure die arteriellen Blutgefäße, es kommt zur
reaktiven arteriellen Hyperämie (zeigt sich in heller Rötung der Haut) und subjektivem
charakteristischen Kribbeln. Trotz geringer Badetemperatur entsteht ein Wärmegefühl des
Körpers.
Wirkung:
- Hautrötung, Hyperämie der oberen Hautschichten
- schnellere Blutströmung
- Erweiterung von peripheren Arteriolen
- blutdrucksenkend
- Puls ist verlangsamt
- Herzarbeit wird erleichtert
Indikationen:
- Gefäßerkrankungen (z.B. M. Raynaud, Ulcus cruris, Gangrän, hoher Blutdruck,
Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler)
angewendet wird das CO2-Bad als Halb-, Dreiviertel- oder Vollbad
Dauer: 10-15-20 Minuten
Temperatur: 34-35 Grad, später 32-33 Grad
Wichtig: 1 Stunde Nachruhe
Künstliche CO2-Bäder
können aus Chemikalien entwickelt werden oder durch Kohlensäure aus Flaschen
bei Chemikalien: Präparate enthalten organische Säure und ein kohlensaures Salz. Bei
Vereinigung mit Wasser wird CO2 frei.
Die physikalische Methode (aus Flaschen) ist besser. Mit einem Druck von 1,0-1,5 atü
wird CO2-Gas aus Flaschen mit Wasser gemischt und es entsteht eine gesättigte Lösung