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Yoga
bearbeitet von:
Nicola Steinhauff
zuletzt bearbeitet am: 17.02.04
Der Begriff Yoga bezeichnet eine indisch-philosophische Lehre, die ursprünglich auf
die Befreiung von der Last des Körperlichen und die Erleuchtung des
menschlichen Geistes zielte. Bereits um 1500 v. Chr. existierten in den heiligen Schriften
des Hinduismus erste schriftliche Zeugnisse des Yoga. Es haben sich viele verschiedene
Wege und Techniken innerhalb des Yoga entwickelt. In unseren heutigen westlichen Ländern
ist vor allem das körperorientierte Hatha-Yoga verbreitet.
Yoga wird heute vorrangig aufgrund seiner gesundheitsfördernden und therapeutischen
Wirkung praktiziert, da seine Körper- und Atemtechniken von einer tiefen Kenntnis des
menschlichen Körpers zeugen. Der Aufbau einer soliden Gesundheit, die Immunität gegen
alle Arten von Krankheiten, Vitalität und Langlebigkeit sind wesentliche Ziele.
In unserer Gesellschaft versucht der Mensch häufig seinen Körper auf eine Art und
Weise zu kontrollieren, dass er die gewünschte Attraktivität und Arbeitsleistung
erbringen kann. Durch Yoga hingegen soll eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Körper
erfolgen. Auf diese Weise kann der Mensch zu einem geistigen und emotionalen Gleichgewicht
kommen, sowie seine Gesundheit stärken.
Die Yoga-Übungen umfassen im Wesentlichen drei Stufen:
- Entspannung
: indem körperliche Spannung abgebaut wird, ist es leichter
Leistungsanforderungen stand zu halten und Stress entgegenzuwirken.
- körperliche Übungen
: durch Dehnung der Gelenkbänder und Kräftigung der
Muskulatur, kann der Körper elastischer und geschmeidiger werden. Nach regelmäßiger
Praxis lassen sich physiologische Funktionen korrigieren und normalisieren.
- Atemübungen
: die richtige Atemtechnik lässt Körper und Organismus optimal
arbeiten. Ein entspanntes und gleichmäßiges Atmen kann Herz- und Lungentätigkeit
positiv beeinflussen, das Nervensystem kräftigen, den Blutkreislauf unterstützen und
anregend auf das Herz wirken. Durch die kräftigen Zwerchfellbewegungen werden die Organe
sanft massiert.
Yoga-Übungen haben jedoch nicht nur einen gesundheitsfördernden und
körperkräftigenden Einfluss, sondern können auch bei Krankheiten und Beschwerden
Linderung verschaffen. Den meisten Haltungen kommen spezifische Indikationen bei
bestimmten Krankheitsbildern zu. Wirkungen verspricht man sich u.a. bei Erkrankungen des
Atmungs-, des Herz-Kreislauf-, des Magen-Darm- und des Immunsystems, sowie bei
Krankheitsbildern des Bewegungsapparats, der Psyche und vielen weiteren körperlichen
Bereichen. Der tatsächliche Erfolg hängt jedoch stets von der Art und Intensität der
Krankheit, sowie von vielfältigen individuellen Faktoren ab. Bei krankheitsbedingten
Beschwerden sollte das Yoga-Training nicht ohne ärztlichen Rat aufgenommen werden.
Man unterscheidet folgende Arten des Yoga:
- Hatha-Yoga
Klassisches indisches Yoga, Balance zwischen Körper und Geist, ist auch
für Einsteiger geeignet
- Astanga-Yoga
Festgelegte Übungsabfolge von vier Übungen für Fortgeschrittene,
geübte Teilnehmer
- Bikram-Yoga
26 Übungen aus dem Hatha-Yoga, die bei sehr hoher Raumtemperatur
ausgeführt werden (körperlich anspruchsvoll)
- Sivananda-Yoga
Gesundheitsorientierte Form des Yoga, beinhaltet Meditation,
Ernährungswissen und indische Philosophie
Quelle(n) und weitere Informationen:
Pfannstiel, C.: Handbuch Yoga. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1997
Polet-Kittler, H.: Yoga - Das seelische Gleichgewicht. Aachen: Meyer & Meyer
Verlag, 1985
Rhymer, H.: Richtig Yoga. München: BLV Verlagsgesellschaft, 1993
www.yoga.de
www.yoga-vidya.de
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