Was ist ein Schlaganfall und wie wird er behandelt (Basisinformation) .
Ein Schlaganfall ist ein Gehirnschlag aufgrund einer arteriellen Durchblutungsstörung
des Gehirns (Infarkt, Insult, Apoplex). Primär betroffen vom Schlaganfall sind Menschen
im Alter von 65 bis 85 Jahren.
Risikofaktoren, die einen Schlaganfall auslösen können sind:
- arterieller Bluthochdruck
- erhöhtes Lebensalter
- Zucjerkrankheit (Diabetes mellitus)
- Nikotinabusus
- Alkoholismus
- Einnahme von Hormonen wie z.B. Ovulationshemmern
- erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie)
Ursachen, die ein Schlaganfall auslösen sind:
- Zu 80-85% Arterielle Durchblutungsstörung
- Zu 10-15% Massenblutungen
- Weniger als 5% Spinale Durchblutungsstörung
Mögliche Symptome sind:
- Bewußtseinsstörung bis zum Koma
- Unruhe / Merkschwäche
- Depressive Verstimmung
- starke Kopfschmerzen / Schwindel
- halbseitige Lähmung eines Armes / Beines / Gesichtshälfte (meist auf der Gegenseite
des betroffenen Hirnareals)
- Sprachstörungen bis zur Aphasie (vollständige Sprechstörung) meist bei linksseitigem
Schlaganfall
1. Akutbehandlung
Es ist wichtig die Symptome eines Schaganfalls frühzeitig zu erkennen, um den
Betroffenen so schnell wie möglich in medizinische Versorgung zu übergeben. Die
Erstbehandlung findet meist im Akutkrankenhaus statt. Dabei gilt es, das
Herzkreislaufsystem zu stabilisieren und je nach exakt festgestellter Ursache weiter
Maßnahmen durchzuführen.
Wichtig: Die Erstbehandlung muss immer schnellstmöglich erfolgen !
Darüberhinaus wird auch im Akutkrankenhaus bereits physiotherapeutisch
behandelt. Die Schwerpunkte liegen dabei bei der Förderung der Atmungs und
Kreislauffunktionen, sowie sachgerechte Bewegung und Lagerung des möglicherweise
gelähmten Armes oder Beines
2. Weitere Behandlung / Rehabilitation
Die stationäre Rehabilitation (=2.Stufe der Rehabilitation) umfasst nicht nur die
medizinische Versorgung sondern auch die einzelnen therapeutischen Bereiche. Die weitere
Rehabilitation kann der Patient stationär oder ambulant wahrnehmen.
Die Therapie in stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen beinhaltet:
Physiotherapie:
- Ziel ist die Wiederherstellung und Stabilisierung motorischer Funktionen.
- Die Behandlung erfolgt befund- und zielorientiert unter Verwendung von Verfahren wie:
Bobath / Voijta/ Affolter/ PNF
- Angehörigenarbeit
- Hilfsmittelversorgung
- Gangschule
Ergotherapie :
- Schulung der Motorik und der Wahrnehmung
- Schulung von alltagsrelevanten Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten
- Alltagsstrukturierung
- Angehörigenschulung
- Hilfsmittelversorgung am individuellen Wohnbereich
- Außentraining
Logopädie:
Anhand einer genauen Diagnostik wird eine Behandlung festgelegt der bestehenden
Störungsbilder wie Aphasien, Dysarthrien, Sprech- oder Stimmstörungen.
Neuropsychologie:
- Erfassung von kognitiven Funktionsdefiziten
- Abklärung der psychischen Situation
- Training findet in Einzel- und Gruppentherapien statt
- Krankheitsbewältigung
- Angehörigenberatung