Physiotherapie Homepage
zur www.werde-gesund.info Homepage
/therapie

Therapiemethoden / Krankheitsbilder

zur www.kg-shop.de Homepage
Impressum  |  Presse  |  Wissen  |  Foren  |  Newsletter  |  Service  |  mein Physioweb
Schnellsuche in Rubrik Hilfe zur Suchfunktion
User / Passwort
 Angemeldet bleiben?
NeuanmeldungPasswort vergessen ?
Fortbildung
Themen
Krankheiten
Therapieen
Datenschutz
/ Politik



E-Mail an webmaster physioweb.de
Datum:
20.08.2008
2 Uhr 39

 

 

 

 



Lichttherapie

bearbeitet von: Sabina Riese
zuletzt bearbeitet am: 09.03.06

Die Therapie mit Licht stellt vor allem bei der Behandlung von entzündlichen bzw. immunologischen Erkrankungen eine Alternative oder Ergänzung zu anderen Behandlungsformen dar. Gearbeitet wird dabei mit sichtbarem Licht, mit ultraroter (auch als infrarot bezeichnet) und ultravioletter Strahlung.

Was ist Licht?

Generell lässt sich sagen, das Licht elektromagnetische Energie ist und in verschiedenen Wellenlängen auftritt. Je kürzer die Wellenlänge einer Strahlung ausfällt, desto reicher an Energie ist sie. Das Licht, das wir mit dem menschlichen Auge wahrnehmen, ist der Anteil der optischen Strahlung, den man als „sichtbares Licht“ bezeichnet. Daneben existiert der Infrarot- und der Ultraviolettbereich, welche beide jedoch nicht in Form einer optischen Empfindung wahrgenommen werden können.

Zur Veranschaulichung folgt ein kurzer Überblick über die verschiedenen Frequenzbereiche der optischen Strahlung, wobei die Übergänge fließend sind:

 

Strahlung Wellenlänge w
Ultraviolett C 100 – 280 nm
Ultraviolett B 280 – 315 nm
Ultraviolett A 315 – 380 nm
Sichtbares Licht 380 – 780 nm
Ultrarot A 780 – 1400 nm
Ultrarot B 1400 – 3000 nm
Ultrarot C 3000 - 106 nm

  

Therapie mit sichtbarem Licht

Das sichtbare Licht, ob von der Sonne oder einer künstlichen Lichtquelle herkommend, stellt nur einen sehr geringen Bereich des elektromagnetischen Wellenspektrums dar und ist in seiner Wirkung begrenzt. Jedoch konnte u.a. beobachtet werden, dass das Sonnenlicht eine vermehrte Histaminausschüttung, eine Stabilisierung von Vitaminen, sowie eine Erhöhung der Harnsäureausscheidung und der Bildung von roten Blutkörperchen bewirkt. Folglich kann man von einer allgemeinen Steigerung der Leistungsfähigkeit und einer verbesserten Immunität als Folge des Lichteinflusses ausgehen. Außerdem lassen sich mit Hilfe intensiver künstlicher Lichtquellen Winterdepressionen heilen, die durch Lichtmangel gefördert werden und vor allem in nordischen Ländern vorkommen.

Therapie mit ultrarotem Licht

Die Therapie mit ultraroter Bestrahlung dient der Wärmebehandlung, wobei eine Erwärmung der Gewebe ohne den direkten Kontakt mit einem Trägermedium möglich ist.

Die Ultrarottherapie bringt eine Vielzahl positiver Wirkungen mit sich. Zum einen steigert sie die Durchblutung, sodass ein verbesserter Abtransport von Stoffwechselabfällen bewirkt wird. Zum anderen können Sauerstoff und körpereigene Abwehrstoffe vom Körper gesteigert herantransportiert werden, wodurch der lokale Ernährungszustand des Gewebes und die Bekämpfung von mäßigeren und chronischen Entzündungsprozessen unterstützt wird. Ferner wirkt die Ultrarot-Strahlung beruhigen und schmerzlindernd.

Indikationen der Ultrarotbehandlung sind Muskelverspannungen, mäßige, chronische und vor allem rheumatische Entzündungsprozesse sowie akute oberflächliche Entzündungen. Auch zur Linderung von posttraumatischen Beschwerden oder zur Auflockerung von oberflächlichen faserreichen Veränderungen wie z.B. Narben, eignet sich die Therapie mit ultraroter Strahlung.

Kontraindikationen der Ultrarotbehandlung sind alle Beschwerden, bei denen es durch Wärme zu einer Verschlimmerung oder zu einem Wiederaufleben der Krankheit kommen kann. Dazu gehören u.a. akute Infekte und Entzündungen, frische Blutungen und Erkrankungen der peripheren Nerven mit entzündlichen Veränderungen.

Therapie mit ultraviolettem Licht

Die Bestrahlung mit ultravioletter Strahlung erzielt sehr unterschiedliche Effekte, sodass eine Unterteilung der UV-Strahlen in große, mittlere und kurze Wellenlänge sinnvoll ist. Die Eindringtiefe der verschiedenen UV-Anteile spielt dabei eine große Rolle.

  • UVA: dieser Bereich ist verantwortlich für die Sofortpigmentierung und besitzt die größte Eindringtiefe
  • UVB: die Eindringtiefe der UVB-Strahlung ist geringer, jedoch ist diese stark erythembildend (Sonnenbrand) und Auslöser der Spätpigmentierung
  • UVC: auch die UVC-Strahlung ist stark erythembildend und findet aufgrund der biotoxischen Eigenschaften zu therapeutischen Zwecken keine Anwendung.

Neben diesen sichtbaren Wirkungen von ultravioletter Strahlung auf die unbedeckte Haut gibt es auch einige unsichtbare Auswirkungen. Dazu zählen eine gesteigerte allgemeine Leistungsfähigkeit sowie die verbesserte Bildung von Vitamin D, welche einen positiven Einfluss auf die Erkrankungen Rachitis (Vitamin-D-Mangel-Krankheit, die durch eine Erweichung und Verformung der Knochen gekennzeichnet ist) und Osteoporose (stoffwechselbedingter Schwund des festen Knochengewebes) haben.

Indikationen der UV-Behandlung sind die Prophylaxe von (grippalen) Infekten und die Therapie chronischer Hautkrankheiten, wobei sie bei Psoriasis, Akne, Pityriasis besonders geeignet ist. Darüber hinaus kann die UV-Bestrahlung bei Juckreiz aufgrund von Niereninsuffizienz und Neurodermitis eingesetzt werden.

Kontraindikationen der UV-Behandlung sind alle rasch voranschreitenden Krankheiten sowie das Vorhandensein einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer chronischen Leberentzündung. Zudem können eine Vielzahl von Medikamenten und Kosmetika eine Lichtallergie auslösen, sodass die Eignung einer UV-Therapie individuell mit dem behandelnden Arzt geklärt werden muss. Auch ist bei chronischen Lichtschäden und bei bösartigen Hautveränderungen von einer UV-Behandlung abzuraten.




Quelle(n) und weitere Informationen:
  • Grimmel, M. & Jung, E. G.: Sonne und Solarium – Genuß ohne Reue? Sonnenbrand, Sonnenallergien und Hautkrebs vermeiden; Licht zur Therapie von Hautkrankheiten. Stuttgart: TRIAS – Thieme Hippokrates Enke, 1994.
  • Rulffs, W.: Lichttherapie. In: Hüter-Becker, A., Schewe, H. & Heipertz, W. (Hrsg.): Praxis der physikalischen Therapie. Physiotherapie Bd. 5. Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag, 1997.
  • Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden. Das große Fremdwörterbuch. Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich: Dudenverlag, 2000.



Therapiemethoden / Krankheitsbildersuche

Vom Krankheitsbild über die Therapiemethode zum richtigen Therapeut in Ihrem PLZ-Gebiet!    Das finden Sie jetzt HIER

Nutzen Sie die untenstehenden Auswahlfelder für Ihre Suche !

Therapiemethoden
Krankheitsbilder


Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

©Desimed GmbH & CO.KG. Die Texte sind in einer Datenbank gespeichert und unterliegen dem Urheberschutz des § 87a UrhG. Sowohl der Druck als auch die Einspeisung in andere elektronische Systeme sind unzulässig und werden bei Bekanntwerden verfolgt. In diesem Zusammenhang wird auch ausdrücklich die Verwendung auf eigenen privaten oder geschäftlich genutzten Internetprojekten untersagt. Ausdrücklich gestattet wird in diesem Zusammenhang die Schaltung von Links auf die Originalseiten von Physioweb.de. Zur Einbindung stellen wir Interessenten HIER eine Liste der Links zur Verfügung. Vielen Dank für die Beachtung dieser Hinweise.


Therapiemethodenliste , Newsliste, Therapeutensuche

Therapeutensuche
zum Fachgebiet
Hier PLZ eingeben
Therapie klassisch

Therapie alternativ

Krankheitsbilder
Osteoporose




Desimed GmbH & CO. KG