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Datum:
20.08.2008
2 Uhr 44

 

 

 

 



Hüftdysplasie, Morbus Perthes

bearbeitet von: A.G. (Physiotherapeut)
zuletzt bearbeitet am: 09.04.03

Mit Hüftdysplasie wird die unzureichende Ausbildung der Hüftgelenkspfanne mit Subluxation des Hüftkopfes bezeichnet. Diese unzureichende Ausbildung der Pfanne tritt bei 2-4% der Bevölkerung auf und wird hierzulande meist bereits beim Säugling diagnostiziert. Zur Diagnose wird ein Funktionsbefund und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Ein erster Verdacht auf eine Dysplasie der Hüfte kann autreten, wenn ein Säugling

  • in Bauchlage unterschiedlich hohe Gesäßfalten zeigt
  • ein Bein sich schlechter abspreizen lässt
  • ein Bein sich weniger bewegt, als das andere

Behandelt wird die Hüftdysplasie je nach Ausprägung mit:

  • Spreizhose, Pawlik-Bandage, Browne-Schiene oder Gips
  • krankengymnastischer Behandlung

Die physiotherapeutische Behandlung hat dabei die Zielsetzung, von außen einen gelenkformenden Druck und Bewegung auf die Pfanne auszuüben, die natürlichen Bewegungen des Beines zu schulen und insbesondere die Eltern mit der abspreizenden Lagerung der Beine, Anlegen der Spreizhose und Durchführung der Übungen vertraut zu machen.

 

Morbus Perthes

der Morbus Perthes ist eine Hüftkopfnekrose (Schwund der Knochenstrukturen) , die insbesondere bei Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren auftritt. Sie ist mit 0,1-0,4 % der Bevölkerung weniger häufig als die Hüftdysplasie. Die Diagnose wird mit Hilfe einer Kernspintomographie gestellt.

Die Folge eines M.Perthes ist häufig die Abflachung des Hüftkopfes und damit die Gefahr einer späteren Arthrose des Hüftgelenkes.

Behandlung:

Der wichtigste Behandlungsaspekt ist die Entlastung des Gelenkes. Somit gilt es betroffene Kinder weitgehend von sportlichen Aktivitäten mit Hüftbelastung zu befreien. Erlaubt sind hingegen Schwimmen und Radfahren. In ausgeprägteren Fällen kann eine Entlastung durch Gehstützen angezeigt sein.

Die physiotherapeutische Behandlung hat die Zielsetzung, die Beweglichkeit und die Muskelkraft zu erhalten und zu verbessern, sowie einen korrekten Gang zu schulen.


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