Um den Begriff posttherapeutischem Funktionstraining zu verstehen, ist es sinnvoll
einige Erläuterungen zu geben:
Aufgrund der angespannten Finanzsituation der Krankenkassen ist es diesen heute nicht
mehr möglich, jedem Patienten eine optimale Nachbehandlung bis zur 100% igen
Wiederherstellung seiner Leistungsfähigkeit zu bezahlen. Aus diesem Grund wird nur noch
das medizinisch Notwendige bezahlt. Somit kann es heute gut sein, dass eine Nachbehandlung
nach einem Unfall oder nach einer Operation medizinisch als abgeschlossen erklärt wird,
auch wenn die 100% ige Leistungsfähigkeit noch nicht wieder da ist. Die hier entstehende
Lücke schließt das posttherapeutische Funktionstraining.
Die Zielsetzung hierbei ist:
- 100%ige Beweglichkeit der Gelenke
- 100%ige Kraft und Ausdauer
- 100%ige Alltagsfitness
Obwohl ein solches Aufbautraining theoretisch auch als Eigentraining des Patienten
durchgeführt werden könnte, ist es mit Hilfe eines Therapeuten meist möglich, sehr viel
schneller und effizienter das angestrebte Ziel zu erreichen. Nur ausgebildete Therapeuten
wissen, welche Folgen nicht richtig ausbehandelte Beschwerden haben können
(beispielsweise spätere Nacken-Kopfschmerzen nach Verletzungen der Hüfte oder der
Wirbelsäule).
Die Therapeutin / der Therapeut kann dabei Trainingsgeräte wie die medizinische
Trainingstherapie, Theraband, Minitrampolin, Geräte zur Koordinationsschulung oder für
Kraft-/Ausdauer einsetzen.