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Amputationen (Ursachen und Nachbehandlung)
bearbeitet von:
Christine Weber
zuletzt bearbeitet am: 09.04.02
Als Amputation bezeichnet man die chirurgische Abtrennung eines Körperteils, wobei zu 90% die untere Extremität betroffen ist. Sie wird am Fuss, Unterschenkel, Oberschenkel oder direkt in Gelenken (=Exartikulation) vorgenommen. Ziel einer solchen Operation ist es, einen Stumpf zu erhalten, der eine optimale Prothesenversorgung ermöglicht.
Ursachen für eine Amputation können starke Verletzungen (z.B. Verkehrsunfälle), arterielle Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, schwere Infektionen oder Tumore sein.
Behandlung:In der ersten Behandlungsphase steht der Krafterhalt in den Armen und im nicht betroffenen Bein sowie eine gezielte Stumpfbehandlung im Vordergrund. Zu letzterer gehört ein intensives Muskeltraining, die Prophylaxe bzw. Behandlung von Kontrakturen und eine gute Stumpfpflege, wozu auch das tägliche Wickeln zum Abschwellen und ggf. Lymphdrainage zählt. Ebenso sollte auf eine optimale Lagerung des Stumpfes in Nullgradstellung der Gelenke geachtet werden, da ansonsten Kontrakturen (Bewegungseinschränkungen) der Gelenke entstehen können.
Nach Versorgung mit einer entsprechenden Prothese sollte diese möglichst konsequent und in immer längeren Zeiträumen getragen werden, um Haut und Gewebe an den Druck zu gewöhnen. Das selbständige An- und Ausziehen der Prothese sollte schon früh geübt werden.
Das Gehtraining beginnt zunächst mit Belastungs- und Schrittübungen im Gehbarren und sollte als Ziel das freie Gehen ohne Unterarmgehstützen haben.
Ergänzt wird die Behandlung durch das Gehen auf unebenem Boden, über Hindernisse, Treppensteigen und Üben von Alltagsbewegungen sowie das Aufstehen vom Boden.
Prothesenversorgung :
Prothesen des Armes ermöglichen durch ihre Konstruktion heute auch Greiffunktionen der Finger und andere Bewegungen. Diese Funktionen werden mechanisch oder auch elektronisch gesteuert.
Prothesen des Beines ermöglichen nach einigem Training einen weitgehend normalen Gang. Hierzu können bei Oberschenkelprothesen auch intelligente mechanische oder elektronische (C-Leg) Brems- und Steuerungsmechanismen für das Kniegelenk eingebaut werden, um einen stabilen Stand und Gang zu ermöglichen.
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