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Alexandertechnik
bearbeitet von:
Maren Koletzko
zuletzt bearbeitet am: 17.02.04
Die Alexandertechnik zielt auf einen neuen und besseren Gebrauch des Körpers. Sie ist für alle Menschen jeglichen Alters geeignet und bietet die Möglichkeit, Leiden, die durch falsche Bewegungsabläufe entstanden sind, zu lindern. Häufige Anwendung findet sie bei Schmerzen, insbesondere Rückenschmerzen, funktionellen Störungen, nach Unfällen, bei Rheumatismus oder auch Depressionen, um nur einige zu nennen.
Bei der Alexander-Technik handelt es sich um eine neuartige Betrachtungsweise der Dinge, sowie der Art und Weise, mit sich selbst umzugehen. Begründet von Frederick Matthias Alexander, 1868 in Tasmanien, Australien geboren, basiert sie auf der Erkenntnis, dass viele (heutige) Erkrankungen ihren Ursprung in einem ungünstigen oder schlechten Gebrauch des Körpers haben.
Das auf F.M. Alexander zurückgehende Prinzip besagt, dass der Gebrauch des Körpers seine Funktionsweise bestimmt. Es gibt verschiedene Arten seinen Körper zu gebrauchen. Eine erweist sich jedoch als die beste, unter derer die Funktionsweise des Körpers nicht zu Leiden beginnt. Der Gebrauch umfasst in Alexanders Sinne jegliche Art uns zu bewegen, aber auch die Haltung, die wir einnehmen wenn wir schlafen oder schreiben. In unsere Bewegungen schleicht sich dabei im Laufe des Lebens eine gewisse Gewohnheit ein, derer wir uns selten bewusst sind. Wir sitzen auf eine bestimmte Weise und halten den Kopf oder Oberkörper auf eine andere. Entspricht diese Gewohnheit nicht der optimalen Funktionsweise, so wird uns das meist erst schmerzlich bewusst. Gewohnheitsmäßige Muster lassen sich nicht von heute auf Morgen ändern. Erst eine dauernde Auseinandersetzung mit Körper und Bewegungen (also dem Gebrauch) führt zu einer verbesserten Eigenwahrnehmung. Diese bewusste Auseinandersetzung bildet die Grundlage zum Erlernen der Technik.
Die Alexander-Technik kann mittels eines entsprechend geschulten Lehrers, meistens in Einzelstunden erlernt werden und ist weniger eine Sebsthilfetherapie. Sie erfordert eine aktive und aufmerksame Beteiligung der Schüler, im Gegensatz zu manipulativen Methoden. Ziel ist es natürliche und angeborene Möglichkeiten in den Bewegungsabläufen wiederzuerlangen, sowie effektivere und weniger energieaufwendige alltägliche Bewegungen zu erlernen.
Quelle(n) und weitere Informationen:
Alexander, F.M. (1988): Der Gebrauch des Selbst. Kösel-Verlag, München
Barlow, W. (1993): Die Alexander Technik. Goldmann Verlag, München
Hodgkinson, L. (1991): Die Alexander-Technik. Die natürliche Heilmethode, um körperliche und seelische Dysbalancen auszugleichen. Heyne Verlag, München
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